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DI Dr. Ernst Pürer, Vorarlberger Illwerke AG, Bregenz

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04.11.11 - Wasserkraft und öffentliche Interessen

Wasserkraftplanung in Vorarlberg

Kurzfassung des Vortrages an der Tagung „Wasserkraft und öffentliche Interessen“ am 4. Oktober 2011 in Innsbruc

Grundlage für die Planung und Realisierung des weiteren Ausbaus der Wasserkraft in Vorarlberg ist der gemeinsame Beschluss aller im Vorarlberger Landtag vertretenen Parteien bis zum Jahre 2050 die Energie Autonomie zu erreichen. Danach soll in erster Linie durch die Steigerung der Effizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen in Vorarlberg bis zum Jahre 2050 eine nachhaltige, das heißt in der Jahresbilanz ausgeglichene und vollständig auf erneuerbaren Quellen gegründete Energieversorgung angestrebt werden.

 

 

Die wesentlichen Säulen, auf welchen die Erreichung der Energieautonomie ruht, sind die Energieeffizienz, die Umstellung auf E-Mobilität, der Wasserkraftausbau und die Aus- und Weiterbildung. Bei der Umsetzung wollen illwerke vkw eine federführende Rolle übernehmen. Die Erreichung des Zieles bis 2050 wird enorme Anstrengungen erfordern, weil dafür der Gesamtenergieverbrauch Vorarlbergs von derzeit 10.000 GWh auf rd. 3.600 GWh reduziert werden muss. Diese Reduktion wird in erster Linie durch Effizienzsteigerung und drastische Maßnahmen bei der Mobilität erreicht werden können. Weiteres durch die Ausschöpfung aller noch nicht genutzten regenerativen Energiequellen. Dazu gehört auch die Erzeugung von zusätzlich 500 GWh aus Wasserkraft.

Im Zuge einer Potenzialerhebung wurde das theoretisch nutzbare und das realistisch ausbaubare Potenzial im Land Vorarlberg identifiziert. Unter Berücksichtigung limnologischer, fischereibiologischer so wie von Natur- und Landschaftsschutzaspekten wurde erkannt, dass von dem theoretisch nutzbaren Potenzial von 1150 GWh etwa 500 GWh realisierbar erscheinen. Mit den Experten der verschiedenen Fachdisziplinen wurde eine Reihung der Projekte unter Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher und ökologsicher Aspekte vorgenommen und vereinbart, vorerst auf die Nutzung von Gewässern sehr guter Qualität im Umfang von rd. 50 GWh zu verzichten. Im Jahre 2030 soll diese Entscheidung nochmals überdacht werden. Schließlich ersuchte der Vorarlberger Landtag die Landesregierung auf die Illwerke einzuwirken, dass die namhaft bemachten Projekte weiterverfolgt und realisiert werden.


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